Die Kraftwerks- und Projektentwicklungsgesellschaft Hennigsdorf mbH & Co. KG (KPG) ist ein 100-prozentiges Tochterunternehmen der Stadtwerke Hennigsdorf GmbH (SWH), einem Unternehmen der Stadt Hennigsdorf. Unternehmenszweck der KPG sind
  • die Vorbereitung, Projektierung und Entwicklung sowie
  • der Bau und Betrieb von Wärme- und Stromerzeugungsanlagen
auf der Grundlage von unterschiedlichen Brennstoffen. Die KPG betreibt ein modernes Biomasse-Heizkraftwerk (Foto), in dem aus waldfrischen Holzhackschnitzeln in Kraft-Wärme-Kopplung und auf Basis eines ORC-Prozesses umweltfreundliche Wärme produziert wird.

Ergänzt wird die umweltschonende Energieerzeugung durch das 2011 in Betrieb genommene Blockheizkraftwerk (BHKW) am Standort Eschenallee. Als Brennstoff in diesem BHKW kommt Biogas in Erdgasqualität aus der Rathenower Biogasanlage zum Einsatz.

Ansicht Biomasse-Heizkraftwerk Hennigsdorf

Foto: Biomasse-Heizkraftwerk produziert Wärme aus regenerativen Energieträgern
Titel     Erneuerbare Fernwärme 2020 – das multifunktionale Fernwärmenetz als Wärmedrehscheibe
Beteiligte Partner     Steinbeis Innovation gGmbH, tetra Ingenieure GmbH, Ruppin Consult GmbH, Stadtwerke Hennigsdorf GmbH
Projektträger     Projektträger Jülich Forschungszentrum Jülich GmbH
Zuwendungsgeber     Forschungsförderung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi)
Laufzeit     01.10.2017 bis 30.09.2022
Förderkennzeichen     03ETS002A

Ziel/ Inhalt des Projektes
Ziel des Projektvorhabens ist es, durch die Einbindung erneuerbarer Energie- und externer Wärmequellen eine regenerative und zugleich bezahlbare Wärmeversorgung zu erlangen. Mit der Energie aus Sonne und Biomasse sowie der Abwärme aus Industriebetrieben, großen Speichern und einem gut ausgebauten Leitungsnetz soll erreicht werden, dass die Fernwärme in Hennigsdorf zukünftig nahezu vollständig aus regenerativen Energien erzeugt wird.

In der ersten Phase des mehrstufigen Projektvorhabens wurden durch die Stadtwerke Hennigsdorf GmbH die planungstechnischen Grundlagen für die Umsetzung des Projektes geschaffen. Neben detaillierten Analysen zum Fernwärmenetz und den solarthermischen als auch vorhandenen Abwärme-Potentialen wurde untersucht, wie das vorhandene Energieangebot auf den Energiebedarf wirkungsvoll abgestimmt werden kann.

Ausgehend von diesen Ergebnissen soll in der zweiten Phase des Projektvorhabens der regenerative Anteil der Wärmeerzeugung im Gesamtfernwärmenetz bis 2022 sukzessiv auf 80 Prozent ausgebaut werden. Wichtige Meilensteine sind dabei die Nutzung von Abwärme aus dem Hennigsdorfer Stahlwerk und der verstärkte Einsatz solarer Wärmeerzeugung sowie der Bau eines Multifunktionsspeichers, der die Wärme speichert und bedarfsgerecht ins Wärmenetz speist.

Das Konzept der „Wärmedrehscheibe“, das verschiedene Energiequellen miteinander verbindet, hat Leuchtturmpotenzial, da es auf gleichgroße Städte mit ähnlichen Netzen übertragbar sein wird.


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